"Nachwuchsschmiede" soll die Zukunft sichern

Mit einem neu gegründeten Förderverein wollen die Gornauer Fußballer die Entwicklung junger Talente vorantreiben. Das erste Projekt wird in wenigen Tagen realisiert.

In der Turnhalle des Zschopauer Berufsschulzentrums rollt am Samstag wieder der Fußball. Anlass ist aber keine Hallen-Meisterschaft, sondern ein Sichtungstag, um Talente zu entdecken. Es ist das erste Projekt des Gornauer "Nachwuchsschmiede-Fördervereins für Kinder- und Jugendsport". Nach der Gründung Ende vergangenen Jahres ergreifen die Verantwortlichen um den Vorsitzenden Kevin Arnold nun die Initiative.

"Unser Ziel ist es, Kindern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten und dabei gleichzeitig Nachwuchsspieler für den SV Germania Gornau zu gewinnen", erklärt Arnold. Der 24-Jährige ist selbst im Gornauer Erzgebirgsliga-Team aktiv und weiß um die Bedeutung der Nachwuchsarbeit. Schließlich waren es Eigengewächse wie er, Stephan Pröger, Stenley Görner oder Nick Beyer, die viel zum sportlichen Erfolg beitrugen.

Im Sommer schrillten die Alarmglocken, als der Verein aufgrund einer dünnen Personaldecke beinahe seine Herren-Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurückgezogen hätte. Doch Arnold und seine Mitstreiter hatten die Zeichen der Zeit schon viel eher erkannt. Bereits seit fünf Jahren zieht der Gornauer nicht nur im Mittelfeld, sondern auch in der Nachwuchsarbeit die Fäden, um für die Zukunft gerüstet zu sein. "In dieser Zeit konnten wir knapp 60 Kinder sowie elf Trainer und Betreuer für den Verein gewinnen."

Vorläufiger Lohn für die Bemühungen ist eine beachtliche Zwischenbilanz: In der kommenden Saison wird der SV Germania erstmals in allen Altersklassen von den Bambinis bis zu den C-Junioren im Ligabetrieb vertreten sein. Aktuelles Aushängeschild ist die E-Jugend, die in der Freiluftsaison als Staffelsieger der Vorrunde überzeugte und auch unterm Hallendach glänzte. Nach Siegen in der Vor- und Zwischenrunde reichte es beim Finalturnier um die Erzgebirgsmeisterschaft immerhin zum sechsten Platz. "Das kann sich sehen lassen", meint Arnold. Gleichzeitig weiß er, dass zur Absicherung der sportlichen Zukunft noch viel mehr Arbeit gehört.

Mit der Gründung des Fördervereins sei ein ganz wichtiger Schritt bereits vollzogen worden. Die "Nachwuchsschmiede" trage durch einen eigenen Vorstand dazu bei, dass die Förderung gezielt erfolgt und zudem in der Öffentlichkeit besser wahrgenommen wird. "Wir kümmern uns um die Ausrüstung der Mannschaften, die Förderung von Veranstaltungen und die Reisen der Kinder", nennt Arnold einige der wichtigsten Aufgaben. Von großer Bedeutung sei zudem der Kontakt mit regionalen Unternehmen. "Wir möchten Firmen, aber auch Privatpersonen die Möglichkeit bieten, sich durch sachliche oder finanzielle Mittel zu engagieren, um unsere Ideen umzusetzen", sagt der 24-jährige Vorsitzende, der sich mit seinen Vorstandskollegen bei der Organisation des Sichtungstages schon mächtig ins Zeug gelegt hat. Etwa 2000 Flyer sowie Informationen im Internet sollen dafür sorgen, dass möglichst viele Kinder dieses Schnuppertraining nutzen.

Sichtungstag ist am Samstag für alle interessierten Kinder der Jahrgänge 2003 bis 2010. In der Turnhalle des Zschopauer Berufsschulzentrums können sie von 10 bis 12 Uhr erleben, wie ein Fußball-Training abläuft. An den Stationen der fünf Übungsleiter kommt es auch auf Geschicklichkeit an.

 

- Bericht: Freie Presse -

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